Der Winter stellt Hauseigentümer vor besondere Herausforderungen. Besonders in Regionen mit starkem Wind und Schneefall zeigt sich schnell, wo die Schwachstellen am Gebäude liegen. Ein häufiges Problem sind Schneeverwehungen vor der Haustür: Abdichtung ist hier das entscheidende Stichwort, um teure Folgeschäden durch Schmelzwasser im Innenbereich zu vermeiden.
Warum dringt Schnee unter der Haustür ein?
Selbst bei geschlossener Tür finden feine Schneekristalle, getrieben vom Wind, ihren Weg durch kleinste Ritzen. Wenn dieser Schnee im warmen Hausflur schmilzt, entstehen Pfützen, die Laminat aufquellen lassen, Parkett beschädigen oder Schimmelbildung fördern.
Die Ursachen sind meist:
- Veraltete Bodenschwellen: Ältere Türen haben oft keine thermisch getrennten Schwellen oder unzureichende Anschläge.
- Verschlissene Gummidichtungen: Dichtungen werden mit der Zeit porös und verlieren ihre Elastizität.
- Fehlender Anpressdruck: Die Tür liegt nicht eng genug am Rahmen oder Boden an.
Effektive Lösungen für die Abdichtung
Wenn Sie das Problem Schneeverwehungen vor der Haustür: Abdichtung dauerhaft lösen wollen, gibt es verschiedene Ansätze, von der schnellen Nachrüstung bis zur professionellen baulichen Veränderung.
1. Automatische Absenkdichtungen (Kältefeind)
Eine der elegantesten Lösungen ist die sogenannte automatische Absenkdichtung. Diese wird in das Türblatt eingefräst oder nachträglich aufgeschraubt. Beim Schließen der Tür senkt sich eine Gummilippe mechanisch auf den Boden ab und verschließt den Spalt hermetisch. Dies stoppt nicht nur Schnee, sondern auch Zugluft und Schall.
2. Bürstendichtungen
Für unebene Böden (z.B. Naturstein im Eingangsbereich) eignen sich Bürstendichtungen oft besser als starre Gummilippen. Die feinen Borsten passen sich den Konturen des Untergrunds an. Zwar bieten sie keinen 100-prozentigen Schutz gegen stehendes Wasser, sie sind jedoch sehr effektiv darin, verwehten Flugschnee abzuhalten.
3. Wetterschenkel und Regenschienen
Ein Wetterschenkel wird außen unten am Türblatt montiert. Er leitet Wasser und abrutschenden Schnee so ab, dass dieser gar nicht erst direkt an die untere Dichtungskante gelangt. In Kombination mit einer Schneeverwehungen vor der Haustür: Abdichtung durch Bodenschwellen ist dies ein doppelter Schutz.
Nachrüsten der Bodenschwelle
Moderne Haustüren besitzen thermisch getrennte Bodenschwellen mit mehreren Dichtungsebenen. Bei Altbauten fehlt dies oft. Hier kann eine Anschlagschwelle montiert werden. Diese bildet eine kleine Kante, gegen die die Türdichtung drückt. Achtung: Dies kann zu einer Stolperfalle führen, erhöht aber die Dichtigkeit gegen drückenden Schnee massiv.
Tipp: Überprüfen Sie vor jedem Winter auch die seitlichen Dichtungen und die Dichtung oben am Türrahmen. Schnee, der seitlich eingepresst wird, kann ebenfalls nach unten laufen.
Wartung ist der Schlüssel
Die beste Technik nützt nichts, wenn sie nicht gepflegt wird. Reinigen Sie die Dichtummis regelmäßig und behandeln Sie diese mit Pflegemitteln (z.B. Silikonspray), damit sie geschmeidig bleiben und im Winter nicht festfrieren oder brüchig werden.